Breitband-Technologien

21. Oktober 2016

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Wenn es um schnelle Übertragungsraten im Internet geht, sprechen Fachleute häufig von einem Breitband-Internetzugang, im Unterschied zu langsameren, älteren Technologien wie Modem und ISDN, die auch als Schmalband bezeichnet werden. Breitband ist allerdings nur ein Überbegriff für eine Handvoll Techniken, die unterschiedlich funktionieren und unterschiedliche Geschwindigkeiten bieten. Als Minimum gilt allgemein eine Übertragungsrate von 1 Mbit/s, obwohl die gängigen Dienste sich heute am besten bei mindestens 2 bis 3 Mbit/s nutzen lassen. Unter Breitband versammeln sich Verfahren wie DSL, ADSL und VDSL, die mit dem Telefon-Festnetz arbeiten, sowie Glasfaserkabel, TV-Breitband und Stromnetze.

DSL, ADSL und VDSL

DSL – Digital Subscriber Line, zu Deutsch auch Digitale Teilnehmeranschlussleitung – ist in Deutschland derzeit die häufigste Zugangsart zum Internet. Die Datenübertragung erfolgt über die vorhandenen Telefon-Kupferleitungen. Die Regelung des Datenverkehrs und die Trennung von Telefonie und Internet erfolgt beim Nutzer durch einen so genannten Splitter und ein DSL-Modem. Wie bei anderen Technologien auch, unterscheiden sich bei DSL die Geschwindigkeiten für das Senden und Empfangen (upload und download) von Daten.

Asymmetric DSL und Very High Speed DSL erlauben höhere Übertragungsraten als das gewöhnliche DSL. Für VDSL werden Glasfaserkabel so weit wie möglich an den Nutzeranschluss herangeführt, um die Wege über die Kupferleitungen möglichst kurz zu halten. Hier werden Raten bis zu 50 Mbit/s erreicht, im Zusammenhang mit Vectoring, das Störsignale in den Kupferkabeln beseitigt, sogar 100 Mbit/s.

Glasfaser-Technik

Glasfasernetze ermöglichen einen sehr schnellen Datenverkehr, weshalb sie häufig auch als Hochgeschwindigkeitsautobahnen für Daten bezeichnet werden. Die Daten werden in Lichtsignale umgewandelt, bevor sie durch die Kabel geschickt werden. Hierbei sind Geschwindigkeiten im Giga- und Terabitsegment erreichbar, die einen Transfer von großen Datenmengen in sehr kurzer Zeit erlauben.

Eine Besonderheit dieser Technologie, die sich besonders in Deutschland bemerkbar macht, ist die Tatsache, dass die Leitungen neu verlegt werden müssen, also eine eigene Infrastruktur erfordern. Das macht die ganze Sache relativ aufwendig, zahlt sich aber durch hervorragende Verbindungen aus. Andere Länder wie die Staaten des Baltikums, die direkt mit Glasfasernetzen eingestiegen sind, haben demgegenüber natürlich Vorteile, da hier eine entsprechende Infrastruktur bereits besteht.

TV-Kabel

Auch über die Anschlüsse des Kabelfernsehens kann telefoniert und gesurft werden, sofern der Anschluss geeignet ist. Das Koaxialkabel wird in diesem Fall mit einem Modem verbunden, dieses wiederum mit dem PC oder Notebook. Je nach Technikstandard werden Übertragungsraten von 30 bis mehr als 100 Mbit/s erreicht.

Stromnetze

Die vorhandenen Stromleitungen können ebenfalls für die Datenübertragung genutzt werden. Mit Hilfe der so genannten Powerline Communication werden kurzwellige Funksignale durch die Kabel geschickt, die sowohl die Fernübertragung zum Haus oder zur Wohnung als auch den Verkehr innerhalb eines Haushalts ermöglichen.

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