Wie das Internet unser Kommunikationsverhalten verändert

21. Juli 2016

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wearables

Die Trennung zwischen On- und Offline fällt immer schwerer. Denn das Internet ist praktisch überall. Zu Hause, im Büro, unterwegs auf dem Smartphone. Auch viele andere Geräte kommunizieren inzwischen über das Netz, zum Beispiel Autos, Kühlschränke oder die Heizungsanlage. Alleine bis 2020, so schätzt das Institut Gartner, sollen etwa 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Das macht nicht nur unser Leben komfortabler und vernetzter, sondern ändert auch das Kommunikationsverhalten der Nutzer. Wo früher noch mehr gesprochen oder telefoniert wurde, wird heute eher geschrieben und gechattet. Das ständige Verfassen von Texten wie E-Mails oder WhatsApp Nachrichten hat auch Einfluss darauf wie wir Sprache benutzen und mit wem wir Kontakt haben.

Technik zum Anziehen

Der Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) veröffentlicht jährlich eine der renommiertesten Studien zur Mediennutzung unserer Gesellschaft. Als neuen Trend hat die aktuelle Bitkom Studie zur „Zukunft der Consumer Electronics – 2015″ die sogenannten „Wearables“ identifiziert.
„Wearable“ ist Englisch und bedeutet so viel wie „anziehbar“ – es handelt sich also um Geräte, die sich am Körper tragen lassen. Das sind beispielsweise intelligente Kleidungsstücke, Brillen oder Armbanduhren.

Ganz besonders hoch im Kurs stehen derzeit die sogenannten Smartwatches, also Armbanduhren, die eigentlich ein kleiner Computer sind. Mit ihnen lässt sich nicht nur das Smartphone steuern, Nachrichten lesen und mit Leuten verbinden, sondern oftmals messen sie auch Körperfunktionen wie Blutdruck, Puls oder Körpertemperatur und helfen so bei Fitnesszielen oder der Gesundheitskontrolle.

Doch das ist nicht jedermanns Sache, denn manchen Menschen ist die (auch körperliche) Nähe zu solcher Technik zu viel. Und dennoch wurde laut Bitkom allein in 2015 ein Absatz von 645.000 Smartwatches erwartet. Immerhin etwa 40% der Deutschen interessieren sich für solch eine Uhr.

Welt ohne Internet vielen unbekannt

Ein besonderer Schwerpunkt der Bitkom Studien liegt auch darauf herauszufinden, wie junge Menschen mit den neuen Medien und der dazugehörigen Technik umgehen. Viele junge Erwachsene kennen eine Welt ohne Internet nicht und die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen gleichzeitig damit auf.

Auch in der Schule werden sie damit konfrontiert, denn die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist in vollem Gange. Rund 85% der 12jährigen nutzen ein Smartphone und bereits ab einem Alter 10 Jahren sind fast alle Deutschen online, so die Bitkom Studie.

Über eine Stunde pro Tag im Netz unterwegs zu sein ist nicht ungewöhnlich. Vor allem soziale Netzwerke oder Apps zum Versenden von Nachrichten werden immer wieder aufgerufen, ganz vorne dabei sind Facebook und WhatsApp.

Entfernung spielt keine Rolle mehr

Aber digitale Kommunikation ist längst keine Sache mehr, die nur der Jugend vorbehalten ist. Ob privat oder bei der Arbeit, die Technik ist in den Augen vieler bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Statt zu telefonieren wird lieber zu WhatsApp, iMessage oder Facebook Messenger gegriffen, wo stündlich zig Millionen Nachrichten weltweit versendet werden.

Videotelefonie-Dienste wie Skype, Hangouts oder Facetime ermöglichen mit Freunden und Bekannten oder Arbeitskollegen rund um die Welt von Angesicht zu Angesicht zu sprechen, ganz egal ob man nur von ein paar Metern oder gleich einem ganzen Ozean getrennt wird. So verändert sich auch, mit wem wir Kontakt haben und in Kontakt bleiben.

Wo früher noch teure Ferngespräche und die ungewisse Zustelldauer der Post eine Kommunikationshürde waren, so spielt Entfernung bei der Vernetzung heute scheinbar keine Rolle mehr. Die digitalen Kontaktmöglichkeiten sind immer dieselben. Allenfalls Zeitzonenunterschiede müssen überbrückt werden.

Internet revolutioniert Kommunikation und Information

Die Kommunikationsanbieter wie Facebook oder Google stehen auch deshalb ganz oben was die Besuchshäufigkeit der Webseiten angeht. Die Suchmaschine des Anbieters Google ist zudem die häufigste Startseite der Deutschen, denn von dort auch lässt es sich optimal in die Tiefen des Webs vordringen.

Damit haben diese Unternehmen auch großen Einfluss darauf, was wir im Netz sehen: egal ob Werbung, Nachrichten oder sonstige Inhalte. Viele Nutzer beziehen inzwischen einen Großteil ihrer News über soziale Netzwerke und nicht mehr über klassische Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitung, sondern über die Social Media Präsenzen der Nachrichtenanbieter.

Ein großer Teil der Informationen, die im Web zirkulieren werden zudem von unabhängigen Portalen oder Privatpersonen bereitgestellt, zum Beispiel auf Twitter oder auf Blogs zu den unterschiedlichsten Themen.

Ein großes Sprachexperiment?

Vor einigen Jahren noch bestand große Panik, die Internetkommunikation könnte die Sprache, insbesondere die Deutsche Sprache verkümmern lassen. Denn im Internet ist die vorherrschende Sprache Englisch und auch wenn auf Deutsch kommuniziert wird, dann ist der Sprachgebrauch anders: kürzer, direkter, ohne Regeln, ja irgendwie verkümmert.

Einige Kritiker überkommt noch immer ein Schaudern, wenn sie an die Sprachnutzung im Netz und insbesondere in Chats denken. Doch aktuelle Studien zeigen, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Denn viele der Eigenheiten, die bei dieser Kommunikation zu Tage treten, beweisen einen ganz eigenen Stil.

Smileys oder Emoticons drücken Emotionen durch Schriftzeichen aus und viele Worte oder gar die ganze Satzstellung verändern sich – doch das geschieht nicht unbedingt willkürlich. So soll oftmals auch eine emotionale Komponente transportiert werden oder der Unterhaltungswert des Textes hochgehalten werden.

Statt viele Smileys zu verwenden werden Sie Ihrem Gegenüber lieber selbst ein Lächeln zu? Kein Problem, denn mit Ihrem schnellen Internet von RWE Highspeed klappt auch die Videotelefonie rüttelfrei und in alle Welt.